Andächtiges

Sadhu, ein Hindu-Guru, behauptet, er könne auf dem Wasser laufen. Alle Zeitschriften in New Delhi veröffentlichen sein Vorhaben. Er wolle auf der Wasserfläche eines großen Schwimmbeckens von einem Ende bis zum anderen laufen. Eine große Menge der Menschen, wie man sich nur in Indien vorstellen kann, versammelt sich im Schwimmbad, um dieses Wunder live zu erleben. Nach einem kurzen Vorprogramm und paar liturgischen Handlungen am Rande des Beckens tritt er selbstbewusst auf die Wasserfläche ein.
An dieser Stelle hört der Bericht auf, um der Blamage keinen Raum zu geben. Es genügt, wenn man nur sagt, ihm ist dieses Laufen auf der Fläche des tiefen Wassers nicht gelungen. In der Geschichte der Menschheit, was offiziell bekannt ist, gab es nur einen Menschen (außer Jesus Christus), der aufm Wasser laufen konnte. Das war Petrus, einer der Jünger Jesu. (Mt: 14, 24-33)
Was hat Petrus verholfen, aufm Wasser laufen zu können? Welche Kunst muss man da beherrschen? Ich behaupte, dass jeder gläubige Christ diese Kunst beherrschen muss, wenn er in der heutigen säkularen Welt als Christ bestehen möchte. Ich verrate euch dieses Geheimnis. Nach allen Naturgesetzen weiß man, dass kein Mensch auf tiefem Wasser laufen kann. Das Gewicht drückt auf eine relativ kleine Fläche – die Fußsohlen, sodass die Beschaffenheit des Wassers diesem Druck nicht standhalten kann. Auf tiefem Wasser zu stehen oder laufen ist schlicht unmöglich, sagen die Naturwissenschaftler. Wieso darf es Petrus doch?
Glaube und Vertrauen zu Gott tun auch das, was die Naturgesetze und Wissenschaft als unmöglich bezeichnet. Heute noch an den Schöpfergott und die Schöpfungswoche zu glauben ist unmöglich – überholt. „Am Anfang schuf Gott… das Universum…“ Was war davor, ein Riesenloch? Sonne, Mond und Sterne, die so viele Lichtjahre von uns entfernt sind… Alle Fossilien sprechen gegen den Schöpfungsbericht der Bibel… Der Mensch, geformt von der Erde… Alle Organe… - unmöglich. „Unmöglich“ – sagt die Wissenschaft, wie auch, dass der Mensch auf dem Wasser laufen kann. Aber Petrus läuft weiter und achtet auf die Wissenschaftler gar nicht, die schreien: „Petrus, stopp… es geht nicht… du kannst nicht auf dem Wasser laufen…“

In der heutigen modernen Zeit spricht vielen gegen Gott. Säkulare Menschen fragen gar nicht nach Gott. Auch die Kirchen blamieren sich mit einigen Behauptungen, sodass immer mehr Menschen die Beziehung zur Religion verlieren. Es scheint tatsächlich, dass Menschen ohne Glauben und Gott eine bessere Perspektive haben. Aber Petrus läuft weiter.
Jeder gläubige Christ muss auf dem Wasser laufen. Wenn jemand nicht merkt, dass in seiner Erfahrung mit Gott das Unmögliche geschieht, dann ist mit seinem „Christsein“ etwas nicht in Ordnung.
„Der Glaube ist der tragende Grund für das, was man hofft: Im Vertrauen zeigt sich jetzt schon, was man noch nicht sieht… Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt, und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen.“ (Hebr. 11:1,6)
(ZL)


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